Bücher und Porträt von Taras Schewtschenko während der Themenwoche in Fellbach mit traditionellen ukrainischen Elementen

Vom 6. bis zum 10. März verwandelte sich unsere „Nicht-ganz-Samstagsschule“ in ein lebendiges kreatives Labor. Anlässlich des 212. Geburtstags von Taras Schewtschenko widmeten wir diese Tage dem großen ukrainischen Nationaldichter. Unser Ziel war es, Schewtschenko als modernen Künstler, Weltreisenden und Visionär zu zeigen, dessen Worte auch im Jahr 2026 aktuell bleiben.

Hier ein Einblick in die vielfältigen Projekte der verschiedenen Klassen:

Eine Reise durch Zeit und Sprachen

In der Landeskunde begaben sich die Schüler auf eine virtuelle Reise auf den Spuren des „Kobsar“ und lauschten Liedvertonungen seiner Texte. Im „Open Studio“ wagten wir einen spannenden Vergleich: Wir lasen das Gedicht „Bereit! Die Segel sind gelichtet“ sowohl auf Ukrainisch als auch auf Deutsch. Dabei untersuchten die Schüler die unterschiedlichen Klänge der Sprachen, suchten auf historischen Karten nach Schewtschenkos Exilorten und lernten ihn als talentierten Aquarellmaler kennen.

Schüler präsentieren Zertifikate und Arbeiten zur Schewtschenko Themenwoche in Fellbach vor einer Tafel
Schüler zeigen ihre Arbeiten zur Schewtschenko Themenwoche in Fellbach im Klassenzimmer

Wortgewandt und logisch

Im Literaturunterricht verfassten die Viertklässler „Senkane“ (kurze fünfzeilige Gedichte) über den Dichter. Im Geschichtsunterricht wurde es kompetitiv: Ein Quiz über Schewtschenkos Leben und Werk forderte das Wissen der Jugendlichen heraus – inklusive Preisen und Zertifikaten für die Gewinner. Währenddessen entdeckten unsere jüngsten Schüler im Sprachunterricht spielerisch die Schönheit des ukrainischen Wortes durch Lieder und gemeinsame Gespräche.

Kunst in Aktion

Die kreative Ader des Dichters inspirierte auch unsere Kunstklassen, in denen Porträts und Illustrationen zu seinen Werken entstanden. Ein besonderes Highlight war das Theaterstudio: In kleinen Gruppen erarbeiteten die Kinder pantomimische Etüden zu berühmten Gedichten. Während die Lehrkräfte rezitierten, erweckten die Kinder Werke wie „Der Kirschgarten am Haus“ oder „Es fließt das Wasser unter dem Weißdorn“ durch Bewegung und Ausdruck zum Leben. 

Es waren die Tage, in denen Kunst auf Poesie und Geschichte auf Schauspielkunst traf. Wir danken unseren Schülerinnen und Schülern für ihren Wissensdurst und die Begeisterung in ihren Augen!